Florida

Wow, was für eine Woche. Soviel also zu meiner Spring Break. Wie ihr ja bereits wisst, hatten wir die glorreiche Idee, einen Road Trip nach Florida zu machen. Wir hatten, das Glück, dass jemand mitkam, der uns sein Auto zur Verfügung stellen konnte und wir so keins mieten mussten. Mit fünf Leuten, Amanda, Daphné, JC, Ben und mir, haben wir das Auto also vollgepackt und sind einfach losgefahren Richtung Süden.

Unser erster Stopp war Charleston in South Carolina. Wir haben bei einer Profi-Fotografin, Valerie, übernachtet, die ich über Couchsurfing ausfindig gemacht habe. Tja, leider hat es fast den ganzen Tag über geregnet, von daher konnten wir von Charleston leider nicht so viel schön. Eins ist klar, die Stadt ist der absolute Hammer. Wunderschön und (für amerikanische Verhältnisse) sehr alt. Da drei Leute in unserer Gruppe noch unter 21 waren, war leider auch nichts mit Party, was mir schon ziemlich auf den Keks ging. Zum Glück konnte Valerie uns auf einen Geburtstagsparty mitnehmen, die in einer Bar stattfand, die eh bald schließt und es den Besitzern daher am Allerwertesten vorbeiging, ob Minderjährige da waren oder nicht. Trotzdem blieb es meine und Daphnés Aufgabe, den Alkohol an der Bar zu bestellen, da nur wir beide über 21 waren.

Als nächstes war Disney geplant. Am nächsten Tag also ging es weiter nach Tampa, wo wir im bei Bens Onkel übernachten konnten. Von dort war es eine gute Stunde bis nach Disney World. Wir hatten das Glück, von Josh, mit dem ich zusammen ein Seminar an der Uni habe, zwei freie Tickets zu bekommen, da er für Disney arbeitet. Wir Mädels sind nach Disney gegangen, während die Jungs in Tampa blieben. Eigentlich war geplant gewesen, dass Daphné und ich nach Disney und die anderen zu den Universal Studios gehen, die Jungs haben dann aber spontan ihre Meinung geändert und wollten dann plötzlich nicht mehr. Also haben Daphné und ich Amanda mitgenommen, auch wenn dies bedeutete, dass wir im Endeffekt doch noch ein Ticket kaufen mussten. Alles in allem war Disney richtig schön. Josh war mit von der Partie und hat uns etwas herumgeführt, was uns bestimmt eine Menge Zeit gespart hat, da wir Mädels allein in dem riesigen Park total verloren gewesen wären. Und im Endeffekt haben wir es geschafft, drei von vier Parks zu sehen. Erst waren wir im sogenannten „Epcot“, wo man zunächst eine Art Welt der Zukunft zu sehen bekommt und anschließend einige Länder der Welt vorgestellt werden, darunter China, Japan, Frankreich, Deutschland, USA usw.

Wie nicht anders zu erwarten war, wurde Deutschland hoffnungslos auf Bayern reduziert, mit einem Oktoberfest-Restaurant in dem es Bier und Weißwurst gibt und zudem wurde überall diese furchtbare Schunkel- und Bierzelt-Musik gespielt. Dann gibt es in jedem Land noch kleine Geschäfte, in denen für das Land typische Dinge verkauft werden. Im Deutschland-Bereich gab es Christbaumkugeln (die Amis denken tatsächlich, dass es ein alter deutscher Brauch ist eine Christbaumkugel in Form einer saueren Gurke an den Baum zu hängen. Ich habe noch nie davon gehört, aber ich bin ja auch nicht ganz nach deutscher Kultur aufgewachsen. Wenn ihr also irgendwas darüber wisst, dann klärt mich bitte auf). Wie auch immer, ich war total aus dem Häuschen, als in einem anderen Teil deutsche Süßigkeiten, Bahlsen-Kekse, Milka und Rittersport Schokolade, Haribo-Krams und Mozartkugeln verkauft wurden. Bei den Mozartkugeln konnte ich nicht widerstehen und habe mir daher eine gekauft. Dann gab es noch eine Ecke in der deutsches Gebäck verkauft wurde Natürlich war auch hier nicht alles so ganz deutsch, da die Haribo-Gummibärchen in verdächtig leuchtenden Farben erstrahlten und das Gebäck mit knallbunter Glasur überzogen war. Die bemitleidenswerten Mitarbeiten mussten alle in komischen Dirndl bzw. Lederhosen rumlaufen. Da soll sich noch einer wundern, warum die Amis denken, dass wir alle so rumlaufen und jeden Tag Sauerkraut und Würstchen essen.

Ansonsten waren wir noch in den USA, wo wir uns eine Show zur amerikanischen Geschichte angeschaut hatten, und anschließend in Japan und Frankreich. Im Hollywood-Park stoppten wir kurz am Tower of Terror und dann ging es auch schon zu Magic Kingdom mit dem Cinderella Schloss, über dem kurz vor Schluss ein Feuerwerk erstrahlte (Ich hab mich gleich wie bei „Rhein in Flammen“ gefühlt. Freu mich schon so, euch alle dann wiederzusehen!!).

Unser nächster Stopp war Miami. Den Morgen nach unserer Ankunft verbrachten wir am Strand, wo man den ein oder anderen schnuckeligen Surferboy begutachten konnte. Nur leider war es temperaturmäßig etwas frisch und das Wasser dementsprechend kalt. Tja, leider unterschätzt man dann auch die Intensität der Sonne, was uns Mädels prompt einen dicken Sonnenbrand eingebracht hat. Abends waren wir dann kubanisch essen und danach hieß es für uns, einen Club zu finden, in den auch unter 21-Jährige reinkommen. Keine leichte Aufgabe. Im Endeffekt haben wir einen Club gefunden, in den allerdings nur Mädels unter 21 reingelassen wurden. Wir Mädels machten uns also fertig für den Club, während die Jungs mit Bier versorgt sich selbst überlassen waren. Tja, im Club dann kam die große Überraschung: Wir waren die einzigen Weißen dort. Der Rest waren Latinos und Schwarze. Was solls, dachten wir uns und haben uns trotz allem von den lateinamerikanisch untermalten RnB-Klängen mitreißen lassen. Immerhin war der Eintritt frei, auch wenn ein alkoholisches Getränk in einem winzigen Plastikbecher satte 12$ gekostet hat. Am nächsten Morgen hatten wir dann eine Airboat-Tour durch die Everglades und dann ging es auch schon weiter nach Tampa.

Von Tampa aus sind wir erst an den Strand in Clearwater gefahren und abends waren wir in Tampa in einem Comedy-Club. Ich hatte schon Probleme alles zu verstehen, aber insgesamt war es doch richtig gut. Auf dem Rückweg nach Pennsylvania hatten wir unseren letzten Stopp in Atlanta, wo wir bei Amanda’s Onkel übernachten konnten. Nachdem wir Steak, Mais und Kartoffelbrei zum Abendessen bekommen hatten, wurden wir im Haus herumgeführt. Leute, dieses Haus war der absolute Wahnsinn! Es ist riesengroß, hat 8 Schlafzimmer, von denen jedes ein eigenes Badezimmer hat (Ich hatte mein eigenes Schlafzimmer!), ein Heimkino, einen Riesen Partykeller, aber mein persönlicher Favorit war immer noch der wunderschöne Flügel. Ich fand es schon schade, dass wir nur über Nacht blieben und am nächsten Morgen schon wegmussten.

Alles in allem bin ich aber schon froh wieder zurück zu sein. Diese Reise war schon ziemlich anstrengend, allein aufgrund der ganzen Fahrerei. Und im Endeffekt war es nicht ganz so wild, wie ich es befürchtet hatte. Ist auch gut so. Als nächstes dann, plane ich an die Westküste zu gehen, diesmal allerdings mit Leuten, die über 21 sind .

15.3.09 21:23

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