Thanksgiving

Der Eintrag heute wird wohl etwas länger, weil ziemlich viel passiert ist und ich ja schon länger nichts geschrieben habe. Was für ein Feiertag kommt nach Halloween? Richtig, Thanksgiving. Eine Woche vor Thanksgiving wurden alle Leute aus dem International House zu einem Amish Thanksgiving -Dinner bei einer Familie eingeladen, bei der der Vater Amish aufgewachsen ist, aber dann aus der Gemeinde ausgetreten ist. Trotzdem hat sich die Familie ein Haus im Amishen Stil gebaut, d. h. Wohn-, Koch- und Essbereich ist ein großer Raum, in dem viele Leute untergebracht werden können. In Amishen Gemeinden essen alle Leute immer zusammen bei jemandem zu Hause. Man wechselt damit ab, isst also jeden Tag bei jemand anderes zu Hause. Es wird also immer für ganz viele Leute gekocht. Deswegen war es für die Familie, die uns eingeladen hat, kein Problem für uns alle zu kochen. Und es war richtig, richtig gut, ganz klassisch mit Truthahn, Kartoffelpürree, Kürbiskuchen, Cranberries usw. Und die Familie hatte die süßesten Kinder, die ich je gesehen habe.

Zum eigentlichen Thanksgiving wurde ich klicherweise von meiner amerikanischen Freundin Jodi nach Hause eingeladen und konnte so ein richtig klassisches, amerikanisches Thanksgiving erleben. Dabei hab ich auch noch fast ihre ganze Familie kennen gelernt mit Oma, Opa, Tante, Onkel, Cousinen und Cousins. Wir hatten also ein volles Haus. Und ganz ehrlich, an einem Tag wir Thanksgiving sollte man alles, was mit Figur und Kalorien usw. zu tun hat einfach aus dem Kopf. Dafür gibt es einfach zu viele leckere Sachen. Mein persönlicher Favorit war das „Bread-Stuffing“ das aus getrockneten Brotkrumen besteht, die in Butter eingeweicht und gewürzt werden und dann mit Butter im Ofen gebacken werde. Also eine Art Semmelknödel, nur halt ungerollt. Der fette Truthahn, der im Ganzen auf dem Tisch steht, ist allerdings nur ein Mythos aus dem Fernsehen. In Wirklichkeit, wird er vorher in tellergerechte Stücke geschnitten, bevor er auf den Tisch kommt.
Thanksgiving ist für gewöhnlich immer an einem Donnerstag. Am Tag darauf ist„Black Friday“ an dem alle Geschäfte super Schnäppchen bieten und dementsprechend alles extrem voll mit Leuten ist. Angeblich soll sogar eine Angestellte im Walmart tot getrampelt worden sein, als sie das Geschäft für die Kunden öffnete. Ich selbst war in der Shoppingmal in der Nähe von Millersville und hab ein paar Klamotten gekauft, ansonsten war ich doch etwas zurückhaltender.

Gestern dann war „First Friday“ in Lancaster. Am ersten Freitag in jedem Monat sind alle Kunstgalerien in Lancaster für eine bestimmte Zeit für alle Leute geöffnet. Man kann also in alle möglichen Galerien gehen ohne zu bezahlen und bekommen auch noch freie Getränke und Finger-Food. In einer Galerie hatten sie sogar Glühwein und Spekulatius! Da hab ich mich doch gleich sehr heimisch gefühlt, auch wenn ich vorher nach meinem Ausweis gefragt wurde... Ich fand den Abend sooo toll, einfach diese Atmosphäre in den Galerien. Nächsten Monat gehe ich auf jeden Fall noch mal hin.

6.12.08 21:05

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