Halloween

Halloween ist ja hier DER Feiertag. Ist schon lustig zuzusehen, wie so manche Häuser in Gruselkabinette umgestaltet werden, teilweise sogar mit ganzen Fake-Friedhöfen im Vorgarten. Die erste Party gab es aber schon eine Woche vorher. Ich muss schon sagen, ich war begeistert von dem Einfallsreichtum für die Kostüme, die ich auf der Party gesehen habe. Hier werden Kostüme richtig ernst genommen, ganz nach dem Motto: Wer hat das beste Kostüm? Mein persönlicher Favorit war ja ein „Earl-Grey Teebeutel“. Derjenige hat sich einfach eine Gardine mitsamt Gardinenstangen übergeworfen.

Ein anderes, ganz nettes Kostümpaar, waren „Adam and Steve“. Alles was diese Jungs trugen, war ein hautfarbener Slip, beklebt mit Plastik-Feigenblättern. „Adam“ hatte als Accessoire einen Apfel mit, Steve eine Banane (was die Assoziation Adam und St-Eve erklärt...wenn ihr versteht, was ich meine. Aber soweit ich weiß, war nur Steve schwul). Zudem waren beide noch relativ durchtrainiert. Das ist sowieso etwas, was mir gleich aufgefallen ist: die meisten Typen hier sind ziemlich durchtrainiert. Kaum einer hat den in Deutschland leider oft gesehenen „Waschbärbauch“. Nene, WaschBRETTbäuche, soweit das Auge reicht, was ich doch durchaus positiv finde .

In der nächsten Woche, war ich auf einem Halloween-Konzert, auf dem drei Coverbands gespielt haben. Auch dort waren die Kostüme schon recht ansehnlich, obwohl ich den einen Typen im Stringtanga, BH und Netzstrumpfhose etwas heftig fand. Das Konzert war doch mal eine nette Abwechslung. Die Musik war eher alternativ, also genau richtig um auch mal etwas zu tanzen und ich dazu hab ich auch noch viele nette Leute kennen gelernt.

Zum nächsten Morgen musste ich allerdings wieder um 7 Uhr morgens fit sein, da das International House bei der Millersville Parade teilgenommen hat, die an dem Tag stattfand. Das Motto waren „Tiere“, also war jeder mehr oder weniger als Tier verkleidet. Ich hatte ein paar Hasenöhrchen und eine buschige Häschennase. Unser Wagen bestand aus einem großen, selbstgebauten Löwen, Plastik-Rentieren und lebenden Schafen, was uns den ersten Platz in der bei der Preisverleihung bescherte.

Noch am selben Tag bin ich zur dritten Halloweenparty und so langsam hatte ich keine Lust mehr auf Kostüme. Die Party wurde vom „International Realtions Club“ veranstaltet und fand bei einem der Mitglieder, Jimi, zu Hause statt. Seine Eltern wohnen mitten in der Pampa am Waldrand in einem schönen Holzhaus mit Pferdestall und Pferdekoppel. Jeder von uns durfte eine Runde auf einem Pferdchen reiten, was überhaupt das erste Mal war, das ich auf einem Pferd gesessen habe. Danach habe konnte ich sogar ein paar Schießversuche mit Jimis Gewehr machen. Aber leider bin ich kein besonders guter Schütze und so ein Gewehr ist allein vom Gewicht ziemlich schwer. Die Party selbst war in der Scheune, wo wir u.a. Nintendo Wii spielen konnten.

Abends saßen wir am Lagerfeuer und haben Hot-Dogs und Marschmallows gerillt. Ich bin immer noch total begeistert von den S’mores (Marschmallow und Schokolade zwischen zwei Kräkern). Die Party ging schon ziemlich früh, um 4, los und sollte eigentlich gegen 20 Uhr enden, am Ende saßen wir aber bis 12 Uhr nachts da. Es war jetzt nicht die aufregendste Party, weil es 1. keinen Alkohol gab, 2. wir nicht so viele Leute waren, aber trotzdem war es richtig schön einfach mal etwas „abzuhängen“ und am Lagerfeuer zu sitzen.
Nach den ganzen Partys bin ich allerdings auch froh, dass Halloween jetzt vorbei ist...

6.11.08 15:34

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